Mountainbike: R-1,3-Butandiol verbesserte in einer kleinen Studie die Erholungsmarker nicht

Mehr Ketone im Blut garantieren keine bessere Erholung. Während eines achttägigen Mountainbike-Rennens führte R-1,3-Butandiol zu einer leichten Ketose, ohne die Ermüdungs- oder Erholungsmarker gegenüber Placebo zu verbessern. Diese kleine Doppelblindstudie liefert ein negatives Ergebnis unter realen Bedingungen, allerdings wurde nur ihre Zusammenfassung eingesehen.

Mountainbiker bei einem Etappenrennen in den Bergen.
NahrungsergänzungsmittelRedaktionelle Illustration, keine Daten aus der Studie.

Ein Nahrungsergänzungsmittel im Test während eines Etappenrennens

Die Studie begleitete 18 trainierte Mountainbiker, die am Absa Cape Epic 2025 teilnahmen. Die Teilnehmer erhielten entweder R-1,3-Butandiol, kurz BDO, hier unter der Marke Ketone IQ vermarktet, oder ein Placebo. Die Einnahme erfolgte nach jeder Etappe und vor dem Schlafengehen.

Die Forschenden erfassten die Herzfrequenz, die Nahrungsaufnahme, Schlafparameter, die kognitive Leistung sowie das subjektive Stress- und Erholungsempfinden. Ziel war es, diese Ketonvorstufe während eines längeren Wettkampfs statt unter Laborbedingungen zu untersuchen.

Leichte Ketose, kein nachweisbarer Nutzen

BDO veränderte tatsächlich den angestrebten biologischen Marker: Bereits nach der ersten Etappe erreichte die Konzentration von Beta-Hydroxybutyrat nach der Belastung etwa 1,0 mmol/L. Dieser Anstieg ging jedoch bei den erfassten Kriterien mit keinem nachweisbaren Nutzen gegenüber Placebo einher.

Im Verlauf des Rennens zeigten beide Gruppen eine sinkende Herzfrequenz unter Belastung, eine steigende Ruheherzfrequenz und eine erhöhte Energie- und Kohlenhydratzufuhr. Auch die Reaktionszeit war auf der sechsten Etappe verlängert. Die Autoren deuten diese Veränderungen insgesamt als Zeichen einer zunehmenden physiologischen Beanspruchung. BDO veränderte diese Entwicklungen nicht.

Ein Ergebnis, das für diese Formulierung gilt

Die Zusammenfassung unterscheidet BDO von Ketonmonoestern und verweist für Letztere auf Arbeiten, die einen möglichen Nutzen für die Erholung nahelegen. Diese Formulierungen sind nicht austauschbar: Ein Ergebnis mit der einen reicht nicht aus, um die Wirksamkeit der anderen zu belegen.

Diese Studie stützt daher nicht das Versprechen einer besseren Erholung durch BDO unter den untersuchten Bedingungen. Sie belegt aber auch nicht, dass sämtliche Strategien zur exogenen Ketose unwirksam sind. Bei 18 Teilnehmern und ohne detaillierte Effektschätzungen in der Zusammenfassung bleibt die Präzision des Ergebnisses schwer einzuschätzen.

Die Grenzen, die du im Blick behalten solltest

Es wurde nur die Zusammenfassung auf Europe PMC eingesehen, nicht der Volltext. Die Stichprobe ist auf 18 trainierte Mountainbiker während eines achttägigen Rennens begrenzt. Die Zusammenfassung nennt weder bezifferte Unterschiede zwischen den Gruppen noch deren Unsicherheitsintervalle. Unerwünschte Wirkungen, Finanzierung und Interessenkonflikte konnten nicht überprüft werden.

Was wir daraus mitnehmen können

BDO erhöhte die Blutketone, verbesserte aber nicht die während dieses Rennens erfassten Marker. Eine messbare biologische Reaktion allein ist kein Beleg für eine bessere Erholung.

Quellen und Herkunft

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