Bauchfett: Pilotstudie kann den Effekt der Radiofrequenz nicht isolieren

Weniger Bauchfett nach einer Behandlung reicht nicht aus, um deren Wirksamkeit nachzuweisen. In einer randomisierten Pilotstudie mit 20 Erwachsenen mittleren Alters beobachteten Forschende diesen Rückgang bei der Anwendung eines Radiofrequenzgeräts, mit oder ohne kalorienreduzierte Ernährung. Doch alle Teilnehmenden erhielten die Radiofrequenzbehandlung: Die Studie kann deren Effekt daher nicht isolieren.

Schematische Darstellung zur Unterscheidung zwischen subkutanem Bauchfett und viszeralem Fett um die Organe.
Gadgets & TechnikRedaktionelle Illustration, keine Daten aus der Studie.

Zwei behandelte Gruppen, keine Gruppe ohne Radiofrequenz

Die Teilnehmenden wurden zufällig auf zwei Gruppen verteilt: Hochleistungs-Radiofrequenz mit kalorienreduzierter Ernährungsintervention oder Radiofrequenz allein. Jede Gruppe erhielt 12 Sitzungen innerhalb von sechs Wochen.

Die Forschenden maßen unter anderem das Volumen des viszeralen und des subkutanen Bauchfetts vor und nach der Behandlung. Das viszerale Fett wurde außerdem bei einer Nachuntersuchung nach drei Monaten erfasst. Das Dossier bietet nur Zugang zur PubMed-Zusammenfassung, nicht zum Volltext.

Dieser Vergleich untersucht die Ergänzung der Radiofrequenzbehandlung durch eine Ernährungsintervention. Er vergleicht weder das Gerät mit einer ausbleibenden Behandlung noch das Gerät in Kombination mit der Diät mit einer alleinigen Diät.

Rückgänge beobachtet, aber Unterschied zwischen den Gruppen unklar

Die Zusammenfassung berichtet einen Rückgang des viszeralen Fettvolumens um 15,0 % in der Gruppe mit Radiofrequenz und Diät, gegenüber etwa 9,1 % bei Radiofrequenz allein. Beim subkutanen Fett lagen die Rückgänge bei 18,6 % beziehungsweise etwa 9,2 %.

Diese Zahlen beschreiben Veränderungen innerhalb der jeweiligen Gruppe, keine dem Gerät zuschreibbaren Effekte. Die Unterschiede in den Veränderungen zwischen den Gruppen erreichten bei diesen beiden Fettkompartimenten nicht die Schwelle zur statistischen Signifikanz. Bei einer so kleinen Stichprobe belegt das auch keine Gleichwertigkeit der Ansätze.

Bei Gewicht und Body-Mass-Index fielen die Vergleiche zugunsten der Gruppe mit Diät aus. Bei der Nachuntersuchung nach drei Monaten lag das mittlere viszerale Fettvolumen in beiden Gruppen weiterhin unter dem Ausgangswert. Daraus lässt sich jedoch kein anhaltender Nutzen über diesen Nachbeobachtungszeitraum hinaus ableiten.

Kein nachgewiesener Herz-Kreislauf-Nutzen

Bei den meisten biochemischen Parametern zeigte sich kein klarer Unterschied zwischen den Gruppen. Die Zusammenfassung nennt explorative Unterschiede bei den Triglyzeriden, beim Insulin und bei einem Index der Insulinresistenz, liefert aber keine Daten, mit denen sich deren Ausmaß genau beurteilen ließe.

Diese Beobachtungen belegen keine Verringerung des Herz-Kreislauf-Risikos. Um den eigenständigen Nutzen des Geräts zu beurteilen, fehlt insbesondere ein Vergleich mit einer Scheinbehandlung oder einer Behandlung ohne Radiofrequenz. Die vorliegende Zusammenfassung dokumentiert auch keine unerwünschten Wirkungen, keine Angaben zur Finanzierung und keine Interessenkonflikte.

Die Grenzen, die du im Blick behalten solltest

Pilotstudie mit 20 Teilnehmenden, ohne Gruppe, die keiner Radiofrequenz ausgesetzt war. Die Unterschiede zwischen den Gruppen bei den Fettvolumina sind statistisch nicht signifikant. Absolute Volumina und Unsicherheitsintervalle fehlen in der vorliegenden Zusammenfassung. Volltext nicht eingesehen; Sicherheit, Finanzierung und Interessenkonflikte nicht überprüft.

Was wir daraus mitnehmen können

Diese Studie liefert ein exploratives Signal, aber keinen ausreichenden Beleg, um sich gegen Bauchfett für Radiofrequenz zu entscheiden. Aus dem beobachteten Rückgang lässt sich nicht bestimmen, welcher Anteil auf das Gerät zurückgeht.

Quellen und Herkunft

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