Kreatin und Belastung beim Luftanhalten: Eine kleine Studie deutet auf eine Leistungssteigerung hin

Könnte Kreatin die Leistung bei einer Belastung ohne Atmung verbessern? Eine randomisierte Doppelblindstudie mit 20 trainierten Apnoetauchern deutet auf einen Nutzen bei der geleisteten Arbeit und der Zeit bis zur Erschöpfung hin. Der Test fand allerdings auf einem Fahrradergometer statt, nicht unter Wasser, und im Dossier liegt nur die PubMed-Zusammenfassung vor.

Trainierter Apnoetaucher bei einem Belastungstest auf einem Fahrradergometer im Labor.
NahrungsergänzungsmittelRedaktionelle Illustration, keine Daten aus der Studie.

Maximale Belastung mit einem einzigen Atemzug

Die Forschenden untersuchten 20 trainierte Apnoetaucher, darunter 18 Männer und zwei Frauen, mit einem Durchschnittsalter von 41,6 Jahren. Nach einem ersten Test wurden die Teilnehmenden zufällig einer Gruppe mit Kreatinmonohydrat oder einer Placebogruppe zugeteilt, jeweils für sieben Tage.

Untersucht wurde eine Ladephase mit 20 Gramm pro Tag. Diese Dosis beschreibt das Experiment, keine Anwendungsempfehlung. Beim Test sollten die Teilnehmenden auf einem Fahrradergometer unter maximaler Belastung mit einem einzigen Atemzug die größtmögliche Strecke zurücklegen.

Die biologische Hypothese passt zu dieser Belastung: Luftanhalten erhöht die Abhängigkeit von der anaeroben Energiegewinnung, bei der Phosphokreatin zur Bereitstellung von ATP beitragen kann. Dieser Mechanismus rechtfertigt es, Kreatin zu testen, reicht aber nicht aus, um seine Wirksamkeit nachzuweisen.

Ein positives Signal, aber keine Angaben zur Effektgröße

Die Veränderung der Gesamtarbeit und der Zeit bis zur Erschöpfung fiel mit Kreatin signifikant günstiger aus als mit Placebo. Die Zusammenfassung berichtet außerdem von einer geringeren Laktatakkumulation in der Kreatingruppe, trotz der verbesserten Leistung.

Dagegen wurde bei der wahrgenommenen Anstrengung durch das Luftanhalten oder der wahrgenommenen Muskelermüdung kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen festgestellt. Das beweist nicht, dass die Empfindungen identisch waren, doch anhand der Zusammenfassung lässt sich bei diesen Kriterien kein Unterschied feststellen.

Die entscheidende Einschränkung ist das Fehlen absoluter Ergebnisse im Auszug: Er nennt weder den Zugewinn an geleisteter Arbeit noch die zusätzlich erreichte Zeit. Daher lässt sich nicht beurteilen, ob die Verbesserung einen praktisch bedeutsamen Vorteil oder nur eine geringe Veränderung darstellt.

Noch kein Nachweis für das Tauchen

Dieses Ergebnis betrifft eine maximale Belastung auf dem Fahrradergometer beim Luftanhalten bei trainierten Apnoetauchern. Es belegt keinen Nutzen für die erreichte Tiefe, die unter Wasser zurückgelegte Strecke oder die Sicherheit beim Apnoetauchen. Auch die Wirkung bei Anfängern lässt sich daraus nicht vorhersagen.

Die geringe Teilnehmerzahl, der sehr niedrige Frauenanteil und die siebentägige Intervention begrenzen die Aussagekraft des Ergebnisses. Die Zusammenfassung enthält keine detaillierten Daten zu unerwünschten Wirkungen. Finanzierung und Interessenkonflikte wurden nicht überprüft, und der Volltext wurde nicht eingesehen.

Die Grenzen, die du im Blick behalten solltest

Eine einzige Studie mit 20 überwiegend männlichen Teilnehmenden über sieben Tage unter Laborbedingungen. Die Zusammenfassung nennt weder das absolute Ausmaß des Nutzens noch detaillierte Sicherheitsdaten. Volltext, Finanzierung und Interessenkonflikte wurden nicht überprüft.

Was wir daraus mitnehmen können

Kreatin scheint bestimmte Leistungskriterien bei einer Belastung auf dem Fahrradergometer beim Luftanhalten bei trainierten Apnoetauchern zu verbessern. Diese Studie liefert ein ermutigendes Signal, ist aber keine Empfehlung zur Verbesserung der Leistung oder Sicherheit unter Wasser.

Quellen und Herkunft

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