Rauchstopp: Zusätzliche Beratung zum Chatbot bleibt ein Ansatz, der bestätigt werden muss

Hilft ein Chatbot zusammen mit einer Beratungsperson beim Rauchstopp mehr als ein Chatbot allein? In einer randomisierten Pilotstudie in China führt die zusätzliche menschliche Begleitung zu zahlenmäßig besseren Abstinenzergebnissen. Diese sind jedoch zu unsicher, um auf einen Nutzen zu schließen. Die eingesehene Zusammenfassung stützt vor allem die Machbarkeit dieses Ansatzes.

Illustration einer Unterstützung beim Rauchstopp, die ein Gespräch per Smartphone mit einer menschlichen Beratungsperson verbindet.
Gadgets & TechnikRedaktionelle Illustration, keine Daten aus der Studie.

Menschliche Begleitung zusätzlich zu einem gemeinsamen Angebot

Die Forschenden teilten die Teilnehmenden in zwei Gruppen mit jeweils 71 Personen ein. Alle erhielten Unterstützung in einer von einem Chatbot moderierten Gruppe auf WeChat. Die Interventionsgruppe erhielt zusätzlich drei Monate lang individuelle Begleitung durch geschulte Beratungspersonen.

Dieser Vergleich ist entscheidend: Die Studie testet den Chatbot nicht gegen fehlende Unterstützung. Sie soll klären, welchen zusätzlichen Nutzen eine Beratungsperson zu einem automatisierten Angebot bringt, das bereits in beiden Gruppen vorhanden ist.

Der primäre Endpunkt war die biologisch bestätigte Abstinenz nach sechs Monaten. Die Forschenden erfassten außerdem die Abstinenz nach drei Monaten, die von den Teilnehmenden selbst berichtete Abstinenz, die Verringerung des Tabakkonsums und mehrere Indikatoren der Machbarkeit.

Ein günstiger Unterschied, aber große Unsicherheit

Nach sechs Monaten lag die biologisch bestätigte Abstinenzrate bei den Teilnehmenden mit Beratungsperson bei 15,5 %, gegenüber 9,9 % in der Gruppe mit Chatbot allein. Das relative Risiko betrug 1,57, mit einem 95-%-Konfidenzintervall von 0,64 bis 3,83. Bei dieser Spannweite lässt sich kein Nutzen der zusätzlichen Begleitung belegen.

Nach drei Monaten zeigten die Ergebnisse in dieselbe Richtung: 18,3 % gegenüber 11,3 %, ebenfalls ohne statistisch signifikanten Unterschied. Die selbst berichtete Abstinenz und die Verringerung des Tabakkonsums waren in beiden Gruppen ähnlich.

Das Fehlen eines statistisch signifikanten Unterschieds beweist nicht, dass die beiden Ansätze gleichwertig sind. In dieser Pilotstudie sind die Daten noch zu ungenau, um die Frage zu entscheiden.

Machbarkeit beweist keine Wirksamkeit

Die Autoren beschreiben das kombinierte Angebot im chinesischen Gemeindekontext als machbar und gut angenommen. Sie berichten außerdem von einer hohen Beteiligung und einer hohen Verbleibquote, nennen in der verfügbaren Zusammenfassung jedoch keine Werte dazu.

Diese Beobachtungen sprechen für weitere Forschung, beweisen aber weder die eigenständige Wirksamkeit des Chatbots noch die Überlegenheit seiner Kombination mit einer Beratungsperson. Sie reichen auch nicht aus, um die Ergebnisse auf ein französisches Angebot oder eine andere Anwendung zu übertragen.

Die Grenzen, die du im Blick behalten solltest

Es wurde nur die PubMed-Zusammenfassung eingesehen, nicht der Volltext. Die Pilotstudie bezieht sich auf einen chinesischen Gemeindekontext und liefert ungenaue Schätzungen. Finanzierung, Interessenkonflikte und Einzelheiten der biologischen Überprüfung konnten anhand des Dossiers nicht überprüft werden.

Was wir daraus mitnehmen können

Die Kombination von Chatbot und Beratungsperson scheint im untersuchten Kontext umsetzbar zu sein. Um sagen zu können, dass diese Kombination die Chancen auf einen Rauchstopp erhöht, braucht es präzisere Ergebnisse.

Quellen und Herkunft

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